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Les Misérables

Revolution unter freiem Himmel


© Nilz Böhme
© Nilz Böhme
Nach mehrjähriger "Les Misérables"-Pause in Deutschland ist das Musical-Epos von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg open air auf dem Magdeburger Domplatz zu sehen. Die opulente Inszenierung legt die Messlatte für künftige Produktionen auf deutschen Bühnen hoch an.

(Text: Claudia Leonhardt)

Premiere:21.06.2013
Rezensierte Vorstellung:27.06.2013
Letzte bekannte Aufführung:20.07.2013


Vor der beeindruckenden Kulisse des Magdeburger Doms lässt Regisseur Gil Mehmert die Welt der französischen Arbeiter, Studenten und Kleinkriminellen auf einer halbrunden, beweglichen Holzkonstruktion entstehen. Auf drei Stockwerken wird dem Zuschauer ein Einblick in Studentencafé, Klosterräume und schäbige Schlafgemächer ermöglicht. Das Rondell in der Mitte der Bühne wird dank geschickter Requisitenplatzierung mal zum Steinbruch, in dem Gefangene ihre Strafe abrackern, mal zum Schauplatz für die Straßenschlachten der Studentenrevolte, mal zum romantischen Garten, der zum Tête-à-Tête für Verliebte einlädt.

Dabei arbeiten Bühnenbildner Jens Kilian und Dramaturgin Johanna Jordan stets mit viel Liebe zum Detail – von den erleuchteten Domfenstern im Hintergrund, die im zweiten Akt einigen Szenen eine zusätzliche Dramatik verleihen, über das kleine Feuerwerk während der Hochzeitssequenz, bis hin zum Armeeoffizier, der auf einem Pferd auf der Bühne einreitet. Der Unterschied zur visuell eher minimalistisch-kargen Großproduktion von Cameron Mackintosh könnte kaum größer sein. Optisch überladen scheint die Bühne dabei jedoch zu keinem Zeitpunkt – und das auch trotz einer stolzen Ensemblegröße. Immerhin mehr als 70 Darsteller sind beim Schlussapplaus zu sehen. Dank mehrstöckiger Bühne und geschickter Personenregie ist das Ensemble so gut eingebunden, dass die Massenszenen zwar monumental, aber nie überfüllt wirken.

Die Akustik bleibt nicht hinter der Optik zurück. Gewaltige Chornummern, große Soli, symphonische Orchestermusik – es ist schon unter kontrollierten Bedingungen in einem Theatersaal eine anspruchsvolle Aufgabe an die Tontechnik, hier die richtige Mischung zu finden. Unter freiem Himmel, wo die Akustik dank unvorhersehbarer Wind- und Wetterverhältnisse ungleich schwerer zu kontrollieren ist, könnte ein Stück wie "Les Misérables" leicht zu einem Desaster werden. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Man findet selten eine so gute und klare Tonmischung wie hier, die weder das Orchester (tadellos geleitet von Pawel Poplawski) noch die Gesangsparts untergehen lässt.

Als Valjean führt Thomas Borchert das Ensemble gesanglich und schauspielerisch mit einer Selbstverständlichkeit an, die ihresgleichen sucht. Ob als wütender Sträfling, ehrbarer Bürgermeister oder Held auf den Barrikaden – Borchert geht in der Rolle auf, macht sie sich zu eigen und legt dabei große Natürlichkeit an den Tag. Auch gelingt es ihm, aus kleinen Momenten, die in anderen Aufführungen eher zwischen den großen Balladen untergehen (wie etwa beim "Handel" um Cosette), stimmliche Highlights zu setzen und gewaltige Töne anzuschlagen, die man in diesen Szenen nicht erwartet.

Markus Liske hat das Pech, mit Borchert einen Gegenpart auf der Bühne zu haben, dem er nicht wirklich gewachsen ist. Er bewältigt die gesanglichen Anforderungen der Rolle zwar technisch mühelos und interpretiert seine beiden großen Solo-Lieder sowie auch die Konfrontation mit Valjean ordentlich, abseits dessen ist seine Darbietung als gesetzestreuer Hardliner aber zum Teil uninspiriert und nicht durchgängig überzeugend.

Im Gegensatz dazu begeistert Bettina Mönch als Fantine auf der ganzen Linie. Mit klarer Stimme, wunderbarer gesanglicher Interpretation und Gespür für das richtige Level an emotionaler Intensität kann sie das Publikum für sich gewinnen. Dasselbe gilt für Eponine-Darstellerin Christina Patten, die mit ihrem ergreifenden "Nur für mich" einen Höhepunkt setzt, dem soviel Szenenapplaus gezollt wird, wie ihn an diesem Abend sonst nur Thomas Borchert erhält.

Der Chor der Studenten ist fast ausnahmslos klangvoll. Marc Lamberty intoniert Enjolras mit voller, schmetternder Stimme, kann aber darstellerisch als charismatischer Anführer nicht vollständig überzeugen. Dabei wirkt sich verschärfend aus, dass er vom ansonsten hervorragenden Kostümdesign etwas stiefmütterlich mit einem Outfit bedacht wurde, das ihn nicht deutlich aus der Riege der Studenten herausstechen lässt. Bei den Barrikaden-Szenen im zweiten Akt fällt es nicht immer einfach, den Studentenanführer zu lokalisieren.

Oliver Arno hingegen liefert eine durchgängig beeindruckende Leistung ab und verkörpert Marius‘ verträumte Verliebtheit genauso überzeugend wie seine Trauer und Verbitterung als einziger Überlebender der Studenten. "Dunkles Schweigen an den Tischen" ist eines der emotionalen Highlights des Abends. Der Regieeinfall, Marius zwischen den Zeilen des Songs die Namen seiner gefallenen Freunde flüstern zu lassen, wird zum absoluten Gänsehaut-Effekt.

Stimmlich fehlbesetzt ist Teresa Sedlmair als Cosette. Mit klassischem Opern-Sopran und rollendem 'R' lässt sie jegliche Jugendlichkeit in der Stimme, die den Charme dieser Rolle ausmacht, vermissen. Peter Wittig und Gabriele Stoppel-Bachmann machen als Gaunerpaar Thénardier ihre Sache ordentlich und haben die Lacher des Publikums auf ihrer Seite, wenn auch Wittig bei "Herr im Haus" hörbar die Puste ausgeht und er in Sprechgesang verfällt. Als Glücksgriff erweist sich der Schachzug, Gavroche mit einer zierlichen jungen Frau statt einem Kind zu besetzen. Sandra Pangl meistert die Aufgabe, in eine Rolle zu schlüpfen, die eigentlich weder ihrem Alter noch ihrem Geschlecht entspricht, schauspielerisch und gesanglich hervorragend.

Für die vielen kleinen Rollen im Ensemble, die mit mehr oder weniger kurzen Soli bedacht sind, gilt Ähnliches wie für die Hauptrollen – auch hier schwankt die Qualität zwischen brillant und eher mittelmäßig.

Abseits des Geschehens auf der Bühne wünscht man sich – besonders in eher nass-kalten Nächten, an denen es derzeit ja nicht mangelt – dass seitens der Veranstalter etwas mehr Service zur Verfügung gestellt würde. Das Angebot der Heißgetränke beschränkt sich auf Kaffee, und wer auf Kissen- oder Deckenverleih hofft, wie man ihn von ähnlichen Veranstaltungen kennt, ist zu dreistündigem Frieren verurteilt.

(Text: cl)






Kreativteam

Musikalische Leitung Pawel Poplawski
Regie Gil Mehmert
Bühne Jens Kilian
Kostüme Dagmar Morell
Dramaturgie Johanna Jordan


Besetzung

Jean ValjeanThomas Borchert
JavertMarkus Liske
ThenardierPeter Wittig
MariusOliver Arno
EnjolrasMarc Lamberty
FantineBettina Mönch
Madame ThénardierGabriele Stoppel-Bachmann
EponineChristina Patten
CosetteTherese Sedlmair
(Julia Lißel (ab 11.07.2013)

GavrocheSandra Pangl




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Nilz Böhme
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


12 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Derniere

21.07.2013 - Auch ich habe die Dernière gesehen. Ich bin von den Aufführungen in Magdeburg eigentlich immer ganz angetan gewesen, doch diesmal habe ich einen zwiespätigen Eindruck.

Ich habe Les Mis schon über 100x auf diversen Bühnen gesehen, es ist mein absolutes Lieblingsstück. In Magdeburg hat die Regie jedoch scheinbar nicht nur manche Rollen total fehlbesetzt, es haben scheinbar einige Schauspieler auch nicht verstanden, was sie da singen.

Zunächst, das Bühnenbild ist wieder toll und aufwändig gemacht, gerade in Anbetracht, dass es sich um eine Stadttheater-Produktion handelt, alle Achtung. Auch die Beleuchtung gefiel mir sehr gut.

Borchert ist ein solider Valjean, auch wenn ich schon deutlich bessere gesehen habe.

Liske als sein Gegenspieler Javert fällt gesanglich und schauspielerisch dagegen deutlich ab und kann zu keinem Zeitpunkt auch nur annährend diese Schlüsselrolle ausfüllen.

Die Stundenten sind alle gut besetzt, ebenso Eponine und Fantine. Letzter hat eine großartige Stimme, allerdings fehlten mir bei "ich hab geträumt" doch erheblich die Emotionen - sie hat sich das gespielt, was sie gesungen hat.

Die Wirtsleute waren total fehlbesetzt. Ich habe noch in keiner Vorstellung von Les Mis derart langweilige und unkomische Wirtsleute gesehen - besondern Mr. Thénardier hat unterirdisch gespielt, wenn man bedenkt, was man an dieser Rolle so alles herausholen kann. Hier hätte ich mir einen Ulrich Wiggers oder Cush Jung gewünscht...

Der absolute Tiefpunkt war Sandra Pangl als Gavroche. Die Ringelstrümpfe haben genau zu Ihrem Schauspiel gepasst. Hier hat man aus dem frechen Gassenjungen einen Clown gemacht mit für einen Jungen total unnatürlichen Bewegungen und zudem noch total künstlich überdreht gespielt, Gavroche auf Extasy. Wie kann man als Regisseur nur solche Fehlbesetzungen vornehmen, ist mir unbegreiflich. Das was Pangl gespielt hat war Kindertheater und dem Stück Les Misérables nicht würdig.

Alles in allem war die Vorstellung passabel, jedoch Meilen von dem Entfernt, was dieses Stück eigentlich ausmacht.

Gwion (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Wunderschön! Borchert die Traumbesetzung

21.07.2013 - Les Miserables in Magdeburg ist mit Abstand das beste Musical, dass ich diesen Festspielsommer gesehen habe! Und ich habe bis jetzt wirklich viel gesehen!
Da passt einfach alles:
- Darsteller, natürlich allen voran Thomas Borchert als Valjean, einfach traumhaft. Aber auch das gesamte Ensemble, Oliver Arno, Christina Patten, Bettina Mönch,... wirklich alle nennenswert.
- super Kulisse und Kostüme!
- tolles Orchester
und das Les Miserables einfach ein super Stück ist, brauche ich wahrscheinlich nicht extra erwähnen.

Das Theater Magdeburg hat wieder tolles auf die Beine gestellt und ich bin gespannt, ob die Rocky Horror Show 2014, das gleiche hohe Niveau erreicht!

ASchneider (4 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Kaum zu übertreffen

21.07.2013 - Ich war bei der Deniere von Les Miserables in Magdeburg dabei und es war einfach großartig, es war das erste mal das ich Les Miserables gesehen habe und ich denke das es auch fast nicht mehr besser geht. Das Bühnenbild fand ich war ziemlich gigantisch auch die Kostüme haben alle gut gepasst. Zu den Darstellern kann ich nur sagen das ich selten eine so gute Cast hatte. Thomas Borchert als Jean Valjean war klasse perfektes Schauspiel und ganz große stimme. Einzig das er am Ende so plötzlich altert könnte man als Kritikpunkt aufgreifen. Markus Liske als Javert fand ich war der einzige der mir nicht so gut gefallen hat. Er hat gut gesungen aber sein Schauspiel fand ich sehr nichts sagend. Bettina Mönch als Fantine und Christina Patten als Eponine waren meine Highlights des Abend beide Damen haben sehr gefühlvoll und ausdrucksstark gespielt und noch besser gesungen ihre beiden Soli waren für mich die ganz klaren Highlights des Abends. Oliver Arno als Marius hat mir von den männlichen Hauptdarstellen am besten gefallen, sein dunkles schweigen an den Tischen war einfach ganz großes Kino. Julia Ließl als cosette hat mir auch sehr gut gefallen, sie hat die Rolle sehr natürlich angelegt was gut gepasst hat und sie hat gut mit Oliver Arno harmoniert. Marc Lamberty als Enjolras hat perfekt gesungen aber nicht ganz so stark gespielt irgendwie hat mir bei ihm das lebhafte, feurige gefehlt das meiner Meinung nach ein Enjolras brauch. Peter Wittig und Gabrielr Stoppel-Bachmann als Thenardiers haben sehr gut miteinander harmoniert und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Sandra Pangl als Gavroche war auch mehr als perfekt besetzt. Aber auch der Rest des ganzen Ensembles hat gut gesungen und gespielt. Ich bin jetzt Stunden nach der Aufführung immer noch total gefangen von dem Stück und finde es schade das das Domplatz open air schon vorbei ist und kann nur sagen zum Glück hab ich mich doch noch kurzfristig dazu entschieden hin zu fahren da ich es noch kurzfristig einrichten konnte. Und ach ja der "wettergott" muss musicalfan sein :-)

Musicalfan86 (33 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Ein fantastischer Theaterabend...

15.07.2013 - ...der noch lange in mir nachklingt. Bei dieser Inszenierung stimmte in meinen Augen einfach alles. Die runde bewegliche Bühne ist einfach genial, dadurch ensteht gerade in den großen Ensembleszenen eine Vielschichtigkeit, Umbauten passieren fließend und teils sehr geschickt in die Handlung eingebunden - die perfekte Basis um komplett in die Geschichte abzutauchen. Dank den wunderbaren Darstellern habe ich mich dann auch drei Stunden als Teil des Ganzen gefühlt. Natürlich ist Thomas Borchert mit seinem souveränen und scheinbar mühelosen Gesang und seinem präsenten, sehr natürlichen Spiel nicht nur im Stück die Hauptperson. Wahnsinn! Daneben Bettina Mönch, deren glasklarer Gesang niemanden kalt gelassen hat. Oliver Arno, der vor allem schauspielerisch aber auch gesanglich den besten Marius abgeliefert hat, den ich je erleben durfte. Christina Patten kraftvoll und eindringlich - eine wundervolle Eponine. Bei diesen starken Darstellern stört auch die fehlende Kondition der Thénardiers oder die etwas manirierte Darstellung des Gavroche nicht weiter (obwohl ich gerade die Idee, den Jungen von einer Frau spielen zu lassen sehr gelungen fand). Musik und Geschichte sprechen für sich - meiner Ansicht nach ist Magdeburg ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des DomplatzOpenAir gelungen und wird so mittlerweile sicher für viele eine feste Adresse im Musicalsommer geworden sein.

catecaneverall (20 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Traurig...

14.07.2013 - Zugegeben, die Aufführung an sich ist nicht schlecht, allerdings frage ich mich, wieso man Gavroche mit einer erwachsenen Frau besetzt?

Erstens ist Gavroche ein Junge und zweitens ein Kind, also gleich doppelt fehlbesetzt!

Ist es den Magdeburgern tatsächlich zu aufwändig 2-3 talentierte Jungen zu casten, die diese Rolle wechselseitig spielen können?

Sorry, aber so ein Blödsinn macht eine ganze Vorstellung kaputt; selbst das Landestheater Detmold hat es geschafft bei einer Tournee-Produktion diese Rolle von einem Kind spielen zu lassen.

Sorry Magdeburg, aber das macht die Vorstellung für mich nur eingeschrängt empfehlenswert = 1 Punkt.

Mickey (erste Bewertung)


unbeschreibliche aufführung

12.07.2013 - hab da oben was von fehlbesetzungen gelesen,
als alter hase im les mis geschehen ,
kann ich einfach diese kritik nicht im raum stehen lassen.
was magdeburg da auf die beine stellt, ist einfach nur genial. und empfelenswert.
angefangen von einem orchester vom feinsten. im hintergrund der dom,diese athmosphäre, zu dem genialen bühnenbild.alle darsteller erbringen die besten leistungen.

"thomas borchert" genial

cleo patra (erste Bewertung)


Magdeburg mal wieder ganz groß

01.07.2013 - Es ist immer wieder beeindruckend, was auf dem Domplatz auf die Beine gestellt wird, und dass es gelingt große Musicalstars zu engagieren. Thomas Borchert zeigt wieder einmal, warum er DER Top Musicaldarsteller in Deutschland ist. Er meistert seine Partie als Valjean mühelos und singt seinen Gegenpart Javert mühelos an die Wand. Nicht das Markus Liske eine schlechte Leistung abliefert, er ist ein hervorragender Sänder (die männliche Hauptrolle in "Hello Dolly" erweckt er in Magdeburg hervorragend zum Leben), mit einem Thomas Borchert kann er es jedoch nicht aufnehmen und bleibt an diesem Abend vergleichsweise blass. Auch Oliver Arno beeindruckt mit präzisem Spiel und viel Ausdruck in seiner warmen Stimme, sodass sein Solo zu einem der Highlights des Abends wird. Heimlicher Star der Aufführung ist der Dom, der bei einigen Scenen durch Beleuchtung mit in die Kulisse eingebunden wird, was insbesondere auf den oberen Rängen sehr beeindruckend wirkt. Ganz kleiner Wehrmutstropfen ist der Thenardier, der im Vergleich zum restlichen Cast etwas in der Leistung abfällt. Ihm gelingt es m.E. nicht, das Publikum "mitzunehmen". Dennoch ist die Inszenierung rund um gelungen, das Bühnenbild beeindruckend und das Orchster spielt die Partitur druckvoll und mit leidenschaft.
Das teils kühle Wetter könnte einen tollen Musicalabend versauen, aber jeder der sich vorher den Wetterbericht ansieht, sollte in der Lage sein, sich entsprechend zu kleiden und eine Decke im Gepäck zu haben. Wenn dies der Fall ist, steht einem gelungenen Open Air 2013 nichts mehr im Wege.

Kristoffer (4 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


Wunderbar

01.07.2013 - Ich kann leider nicht in allem der Kritik hier zustimmen. Zum einen muss man sagen, die Kostüme sind weit aus historisch korrekter als sie es in der Nunn Produktion sind. Das man nach der 'roten' Weste sucht und einer der Studenten auch solch eine trägt ist unglücklich, aber nicht weiter störend.

Viel eher irritiert der Moment, in dem der zynische Part in 'Trinkt mit mir' nicht von Grantaire sondern einem anderen Studenten gesungen wird.

Zu Cosette - ich empfinde es eine Wohltat endlich mal jemanden zu hören der diese Partie gesanglich meistert. Meine Stimmbänder tun mir nicht ständig weh, wie bei vielen der anderen. Man hört ihr an das sie aus dem klassischem Fach kommt, aber sie gliedert sich dem Part entsprechend ein. Mir kann keiner erzählen das Amanda Seyfried nur annäherend besser war mit ihrem gepiepse.
Auch interagiert sie mit Marius wundervoll in den kleinen wenigen Szenen. Sicherlich ist der Rolle einfach wenig gegeben, aber diese abwärtende Kritik, nein, dem kann ich nicht zustimmen. Man hört ihren leicht bayrischen Akzent, mit dem 'R' aber auch hier hatte ich immer das Gefühl das sie sich unglaublich viel Mühe gibt. Wenn man da an andere Stadttheater inszenierungen denkt und manch einen Opernsänger sieht der keine Lust auf Musical hat, das ist bei ihr nicht im geringsten gegeben.

Azelma (erste Bewertung)


Sehr beeindruckend, Top-Besetzung

01.07.2013 - ich kann mich der Ursprungsrezension im Großen und Ganzen anschließen. Auch ich fand, dass die darstellerin der Cosette eine Fehlbesetzung war, und Thenardier hätte auch (gesanglich) besser besetzt werden können. Schauspielerisch jedoch hat mir Peter Wittig sehr gut gefallen. Nicht zustimmen kann ich dem Urteil über Marc Lamberty. Ich fand ihn sehr charismatisch und möchte diesen Darsteller gerne öfter sehen. Sein Kostüm fand ich auch sehr schön. Es stimmt allerdings, dass ich ihn auch mehrmals "suchen" musste bzw. ihn mit einem der anderen Studenten verwechselt habe.
Ich hatte das Musical vorher nur einmal vor langer zeit in Duisburg gesehen und hatte es als grau, braun und trostlos in Erinnerung. In Magdeburg hat es mir 1000mal besser gefallen. Auch die Darsteller waren, bis auf die erwähnten Ausnahmen, gesanglich top. Auch Bartek Bukowski als Bischof sollte hier mal erwähnt werden. Sein Gesang war sehr schön und passend.
Bei meinen besuchten Vorstellungen gab es außer Kaffee auch noch andere heiße Getränke (u.a. Erdbeerpunsch ?). Ein Decken- und Kissenverleih ist m.E. etwas viel verlangt. Es ist für jeden einzelnen doch nur ein kleiner Aufwand, sich diese Sachen selbst mitzubringen.
Abschließend auch meine Empfehlung: wer kann, sollte es sich unbedingt anschauen!

Graefin_Krolock (3 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Das war Für MD topp

30.06.2013 - Ich war da und habe diese topp Musicaldarbietung gesehen.Es paßt super am Dom hin und die ganze Vorstellung ist sehr sehenswert.Thomas Borchert super.Insgesamt ein muß für Musicalbesucher nach Magdeburg zu fahren.

jekyll04 (erste Bewertung)


Ungewohnte Schwächen

28.06.2013 - Ich kann mich meiner Vorschreiberin im Bereich Optik voll anschließen, das Bühnenbild, kombiniert mit Lichtdesign und KOstümen sind grandios. Leider gibt es ein paar - für Magdeburger Verhältnisse - ungewohnte Schwächen. So ist die Darstellerin der Cosette eine absolute Fehlbesetzung, was neben dem starken Oliver Arno alias Marius so richtig deutlich witrd, denn sie hat aschauspielerisch gar nichts drauf und macht aus dem Liebesduett eine Opernarie, was völlig deplatziert wirkt. Ihre Auftritte sind aus meiner Sicht ein klarer Störfaktor. Die Thenardiers habe ich auch schon deutlich besser gesehen, der rest der Hauptrollen ist dagegen gut bis sehr gut besetzt. Thomas Borchert braucht wohl noch ein bißchen zeit, er altert im ersten Akt weder schauspielerisch noch optisch, singt aber stark. Im zweiten Teil ist erdeutlich besser. Bettina Mönch ist der Hammer, ebenso alle (!) Studenten mit Marc Lamberty an der Spitze. Sie sorgen für dei wenigen Gänsehautmomente. Leider ist die Todesszene von Valjean ganz schwach inszeniert und rührt im Publikum offenbar niemand zu TRänen, es gibt auch ein , zwei weitere Szenen, wo man sich von der Regie etwas mehr versprochen hätte. Dennoch ordentlich und unterhaltsam, aber gemessen an den Ansprüchen, die Magdeburg in den letzten Jahren geschaffen hat ein Rückschritt. Und im vergleich zu Berlin oder Tecklenburg eine deutlich schwächere Inszenierung.

NordlichtHB (31 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Sehr empfehlenswert

28.06.2013 - Mit Les Miserables hat das Theater MD einen Musicalklassiker auf den Domplatz gebracht, der zu diesem Ambiente einfach wunderbar passt. Das grandiose Bühnenbild fügt sich nahtlos in den Platz ein und nutzt den Dom sehr geschickt zur Illustration einiger Szenen. Die Aufführung profitiert sehr vom großen Opernchor, der mit Leidenschaft singt und spielt und es wirkt einfach sehr gut, wenn so viele Personen auf der Bühne stehen. Die Hauptrollen sind ausnahmslos gut bis sehr gut besetzt. Meine Favoriten waren neben Thomas Borchert, der den Valjean mit Leidenschaft spielt und singt; Bettina Mönch als Fantine und Markus Liske als Javert.
Eine sehr sehenswerte Aufführung, wer in den nächsten Wochen noch Gelegenheit nach MD zu fahren, sollte dies unbedingt nutzen.

Charlotte (38 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


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Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Das Eldens-Epos vor imposanter Kulisse. Stimmige Inszenierung, die mit Einfallsreichtum, Liebe zum Detail und emotionalen Highlights aufwartet.

 Leserbewertung
(12 Leser)


Ø 3.92 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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