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Uraufführung

Schikaneder

Liebesgeschichte hinter der Zauberflöte


© VBW/Deen van Meer
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Musical, Oper oder beides? "Schikaneder" erinnert in seiner Partitur und dem Gesang stark an die Oper "Die Zauberflöte" und vereint damit Elemente aus beiden Genres. Die hochwertige Produktion legt den Fokus auf Musik und Gesang; die Zuschauer werden in eine andere Epoche versetzt. Wie in so mancher Oper plätschert die Handlung allerdings seicht dahin.

(Text: Hardy Heise)

Premiere:30.09.2016
Rezensierte Vorstellung:30.09.2016


"Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder aus dem Jahr 1791 gehört zu den bekanntesten Opern weltweit. Mozart ist bis heute einer breiten Masse ein Begriff – Schikaneder dagegen nur wenigen. Nachdem die VBW dem Komponisten mit "Mozart!" bereits 1999 ein eigenes Musical gewidmet haben, bekommt der Librettist auf den Tag genau 225 Jahre nach der Zauberflöten-Premiere ebenfalls sein eigenes biografisches Stück. Stoff für ein Bühnenwerk bietet seine Vita als Schauspieler, Theaterleiter und Autor von über 100 Stücken allemal.

© VBW/Deen van Meer
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Dennoch kommt bei einem Großteil der dreistündigen Geschichte, die von Emanuels (Mark Seibert) großer Liebe Eleonore (Milica Jovanovic) zunächst in Rückblenden erzählt wird, nicht richtig Fahrt auf. Nach dem anfänglichen Kennenlernen in der Tournee-Theater-Gruppe von Franz Moser (Hardy Rudolz) kommen die beiden schnell zusammen und singen mehrere ähnlich-klingende Liebesballaden. Erst zum Ende des ersten Aktes, als Maria Anna Miller (Katie Hall), eine der Geliebten Emanuels, von ihm schwanger wird und Eleonore damit konfrontiert, kommt die erste Nebenhandlung samt Akteurin ins Spiel. Die Affären ihres Gatten gehen Eleonore damit endgültig zu weit und sie brennt mit dem jüngerem Schauspielkollegen Johann Friedel (Florian Peters) durch, um sich in Wien den einst mit Emanuel geteilten Traum der Eröffnung eines festen Theaters zu erfüllen. Im zweiten Akt arbeiten die Schikaneders nach Friedels schnellem Tod erneut zusammen. Das Liebes-Comeback lässt zunächst noch auf sich warten, doch zum Ende knickt Eleonore, die über große Strecken die bestimmende Persönlichkeit des Stücks ist, ein. Emanuel versichert ihr künftig treu zu sein – ein Versprechen, das er gewiss nicht halten kann.

© VBW/Deen van Meer
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Anthony Wards Ausstattung ist sehr gelungen. Durch den geschickten Einsatz der Drehbühne mit einer darauf befindlichen Holzkonstruktion wird eine damals zeitgemäße Theaterbühne inkl. Schnürboden-Zügen geschaffen. Der Zuschauer erhält schnell immer wieder verschiedene Blickwinkel und Perspektiven auf unterschiedlichen Schauplätzen. Ein Clou ist hierbei der durch eine 45-Grad-Drehung der Bühne erreichte seitliche Blick auf die barocke Bühne, was durch das Lichtdesign von Paul Pyant unterstützt wird. Auf eine helle, weiße Beleuchtung reduziert, gibt es zusammen mit nachgeahmter originalgetreuer Kerzenbeleuchtung den Eindruck, wie eine Bühne zur damaligen Zeit beleuchtet wurde. Sehr stimmig sind dazu die prachtvollen und hochwertigen, epochentypischen Kostüme.

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Das satt klingende 32-köpfige klassische Orchester hat fast die gleiche Besetzung wie seinerzeit "Die Zauberflöte", lediglich das 2. Fagott und die 3. Posaune fehlen. Somit punktet die Produktion bei der musikalischen Ausführung deutlich. Unter der Leitung von Koen Schoots wartet diese mit selten in Musicals zu hörenden Cembalo-Klängen auf. Die Mozarts-Opern-ähnelnde Partitur untermalt das Geschehen auf der Bühne. Stephen Schwartz verneigt sich damit vor Mozart, ohne diesen zu kopieren, erreicht jedoch wenig Eigenständigkeit. Als Erkennungswert hat Schwarz zu einigen Rollen Klänge aus den Partien der Zauberflöte adaptiert. Hier sind Papagana bei Barbara Gerl und – besonders gelungen – die Königin der Nacht bei Josepha Hofer erwähnt. Der amüsante Song"„Ich? Warum?" von Josepha Hofer, Benedikt Schack und Barbara Gerl erinnert außerdem an "Tamino und die drei Damen" aus der Zauberflöte.

© VBW/Deen van Meer
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Die Inszenierung in der Verantwortung von Trevor Nunn beinhaltet Elemente der Buffo Oper wie komödiantisch angelegte und oftmals übertriebene Gesten und Verbeugungen. Diese sind sowohl in den Gesangs- als auch in den langen Sprechszenen in ihrer Ausführung jedoch immer wieder langatmig und die Komödie daran entschwindet. Dies gipfelt in der stets extravaganten Gestik der Figur des Emanuel Schikaneder.

Die an eine Oper erinnernde Musik fordert die Musicaldarsteller gesanglich heraus. Milica Jovanovic gelingt es, sowohl darstellerisch als sympathische Eleonore als auch mit ihrer kraftvollen Stimme zu überzeugen – beeindruckend vor allem in den Höhen. Sie meistert ihr Opern-typisches Solo im zweiten Akt mit Leichtigkeit und steht damit verdient im Mittelpunkt der Aufführung. Mark Seibert füllt die Titelrolle souverän aus – schauspielerisch ist seine Rolle auf die großen Operngesten ausgerichtet. Dass dies auf Dauer ermüdend ist, ist letztendlich nicht ihm, sondern der Regie zuzuschreiben. Sein Bariton überzeugt in der Mittellage; in den Höhen wird seine Stimme dünner.

© VBW/Deen van Meer
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Wie Jovanovic setzt auch Katie Hall als Maria Anna mit ihren Koloraturen stimmliche Glanzpunkte. Dazu kostet sie ihre naive Rolle voll aus und erntet einige Lacher sowie Szenenapplaus. Florian Peters zeigt mit weichem und jugendlichem Tenor einen zurückhaltenden, zarten Johann Friedel. Als resolute Barbara Gerl kann sich Franziska Schuster aus dem Ensemble herausspielen.

© VBW/Deen van Meer
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Es ist hocherfreulich, dass die Vereinigten Bühnen Wien zehn Jahre nach „Rebecca“ wieder eine Uraufführung präsentieren. "Elisabeth" setzte 1992 als Drama-Musical neue Maßstäbe, mit "Schikaneder" erschaffen sie wohlmöglich wiederum eine neue Form des musikalischen Unterhaltungstheaters. Der Stoff und die Inszenierung passen thematisch sehr gut in die Kulturszene der Opernstadt Wien, wo Schikaneder einst wirkte. Opernanhänger könnten Gefallen daran finden, wenn sie sich auf dieses Experiment einlassen. Da der große Wow-Effekt ausbleibt, bleibt abzuwarten, wie das Musical-Publikum es aufnimmt. "Die Zauberflöte" ist seit 225 Jahren global erfolgreich - "Schikaneder" muss sich zunächst einmal vor dem Wiener Publikum beweisen.

(Text: Hardy Heise)






Kreativteam

Musik und LiedtexteStephen Schwartz
BuchChristian Struppeck
Deutsche FassungMichael Kunze
RegieTrevor Nunn
ChoreografieAnthony van Laast
Bühne und KostümeAnthony Ward
LichtPaul Pyant
SoundGareth Owen


Besetzung

Emanuel SchikanederMark Seibert,
(Ricardo Frenzel Baudisch)
(Oliver Floris)

Eleonore SchikanederMilica Jovanovic,
(Marle Martens)
(Franziska Schuster)

Johann FriedlFlorian Peters,
(Andreas Bongard)
(Tobias Joch)

Anna Maria MillerKatie Hall,
(Lillian Maandag)
(Andreja Zidaric)

Josef von BauernfeldHardy Rudolz,
(Fernand Delosch)
(Ulrich Talle)

Franz MoserHardy Rudolz,
(Jon Geoffrey Goldsworthy)
(Ulrich Talle)

Karl MarinelliReinwald Kranner,
(Fernand Delosch)
(Stefan Poslovski)

Barbara GerlFranziska Schuster,
(Karoline Gable)
(Jana Stelley)

Benedikt SchackArmin Kahl,
(Andreas Bongard)
(Stefan Poslovski)

Josepha HoferKatja Reichert,
(Daniela Braun)
(Jil Clesse)

EnsembleRicardo Frenzel Baudisch
Oliver Floris
Marle Martens
Tobias Joch
Andreas Bongard
Lillian Maandag
Andreja Zidaric
Ulrich Talle
Fernand Delosch
Jon Geoffrey Goldsworthy
Jana Stelley
Karoline Gable
Daniela Braun
Jil Clesse
Stefan Poslovski
Peter Kratochvil
Jill Tessa Brockhoff
SwingsShari Lynn Stewen
Rebecca Soumagné
Livia Wrede
Shane Dickson
Ronnie Veró Wagner
Stef van Gelder




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© VBW/Deen van Meer
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


"Kiss me Kate" im 18. Jh. mit grandioser Musik

26.12.2016 - Ursprünglich hatte ich nicht vor die Show in Wien zu besuchen und extra dafür anzureisen. Nun also doch. Und ich bin froh diese Reise gemacht zu haben.

Natürlich mag die Story einfach gehalten sein, dennoch ergibt sich meiner Ansicht nach ein schöner Einblick in die Theaterwelt von damals.

Dazu kommen menschliche Dramen die heute noch genauso aktuell sind wie damals. Vorteil: Man kann der Geschichte gut folgen und hat schnell einen Charakter mit dem man mitfühlt oder mitleidet.

Die Szenen in denen das Ehepaar sich gegenseitig an die Gurgel geht sind grandios gespielt und erinnern stark an Kiss me Cate nur eben ein paar hundert Jahre früher.

Das Besondere an der Show ist das sie Grenzen durchbricht. Schon allein das üppig aufspielende Orchester macht dies deutlich.

Ist es ein Musical, eine Operette oder eine Opernüarodie? - Es ist schlichtweg egal. Denn es macht Spass.

Die Melodien von Stephen Schwarzt sind grandios und gehen schnell ins Ohr. Zudem werden Sie von tollen Darstellern gesungen. Allen voran Milica Jovanovic, Hartwig Rudolz, Florian Peters und Mark Seibert. Auch Katie Hall macht aus Ihrer Rolle viel und hat die Lacher auf Ihrer Seite.

Besonders gelungen ist die Bühne die auf grandiose Art und Weise die Bühnentechnik von damals ins 21. JH transportiert. Es sieht beeindruckend aus und die Beleuchtung trägt ihr übriges dazu bei. Auch die Kostüme sind aus der Zeit und verstärken den Eindruck.

Man darf gespannt sein, wie die Show weiterentwicklet werden kann um auch außerhalb Wiens für volle Häuser zu sorgen. Potential ist mehr als genug vorhanden.

mrmusical (52 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Janovic und Peters 5 Sterne

06.12.2016 - Milicia Jovanovic und Florian Peters lohnen den Besuch allemal. Die Musik gefällt mir. Mit den Texten hadere ich ein wenig. Und das Buch ist schon etwas langatmig. Aber da ist ja die Jovanovic. Die könnte wahrscheinlich das Wiener Telefonbuch rauf und runter singen und ich wäre von Ihrer Austrahlung und Stimme immer noch begeistert.

JürgenE (32 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Es hätte gut werden können!

24.10.2016 - Ich war letzte Woche in dem von allen Seiten hochgelobten Schikaneder Musical und war schockiert mit was für einer flachen Geschichte man das Publikum zum Toben bringt.
Nicht nur das das Stück dramaturgische unter aller Sau ist... es macht an vielen Stellen auch überhaupt keinen Sinn.
So hat Frau Schikaneders große Befreiungsballade am Ende des Stückes (die großartig gesungen wird) nur um zwei Minuten später doch zu ihrem Mann zurückzukehren! Was ist das für eine Aussage! Die komplette Figur verliert am Glaubwürdigkeit. Die Ballade gehört an eine andere Stelle vielleicht in den ersten Akt damit die Rolle eines Art Odyssee erleben kann.
Und eine komplette Fehlbesetzung ist für mich Mark Seibert der überhaupt nicht in die Zeit passt weder gesanglich noch äußerlich. Da hat man einen Publikumsliebling geholt ohne darüber nachzudenken wie die Menschen damals aussahen. Sicher nicht so muskulös und sonnengebräunt wie Mark Seibert.
Auch gesanglich kann er dem Stil der Musik überhaupt nicht bedienen. Seine sonst so angenehme Popstimme klingt hier fehl am Platz und ich musste das ein oder andere mal über seine Pop riffs schmunzeln an stellen die nicht dazu gedacht waren.
Auch frage ich mich wie ein englischer Regisseur Rollenarbeit betreiben will?
Ich glaube keine gesehen zu haben.
Die Texte sind durchgängig flach und erinnern an gzsz.
Die Musik war auch nicht mein Geschmack da es eher eine Operette war. Was natürlich in die Zeit passt.

MUSICALFAN95 (erste Bewertung)


Musical direkt aus dem 18. Jahrhundert

10.10.2016 - Ich habe die Preview vom 23.09.2016 gesehen und bin vollkommen begeistert. Stephen Schwartz hat eine Partitur komponiert, die danach klingt als wäre sie im 18. Jahrhundert entstanden. Hätte man damals ein Musical komponiert würde es so klingen. Das Bühnenbild ist grandios. Die Bühne wird umrandet von einem Steinkomplex mit unzähligen Kerzen. Zwei Kronleuchter befinden sich links und rechts der Bühne. Im Zentrum der Bühne steht ein exakter Nachbau der Bühne des Theater auf den Wieden. Die Kostüme haben mir nicht wirklich gut gefallen, da es sich hier nicht um Kleider der Adeligen handelt, sondern denen von gewöhnlichen Bürgern. Das Buch verbindet Comedy mit Drama. Es ist sehr humorvoll. Viele Sprüche mit sexuellen Anspielungen. Hat mir sehr gut gefallen. Mark Seibert ist ein grandioser Schikaneder. Milica Jovanovic gibt die starke emanzipierte Frau Schikander. Beide haben eine unglaubliche Bühnenchemie. Katie Hall's Rolle der Anna Maria ist naiv und humorvoll zugleich. Die restlichen Rollen sind leider zu kleine geraten. Schade um die talentierten Darsteller. Trotzdem dass es ein individueller Score ist, erkennt man hier und da einig typisch-Schwartz mässiges: Das Solo im zweiten Akt der Eleonore ,,Mein Lied" ist der dramatische Showstopper wie ,,No Good Deed" Mark Seibert hat seinen grossen Moment mit der Ballade ,,Der Letzte Vorhang". Hier kann er zeigen was er kann und zieht alle Register. Das wäre der Song ,,I'm Not That Girl" Gefallen haben mir auch die sehr guten Ensemble-Gossip Songs wie ,,Irgendwas passiert", sowie ,,Aus Vorbei!" Die Show ist absolut zu empfehlen und ich wünschte den VBW dass dies ein Erfolg wird und bewundere deren Mut. Emanuel Schikander würde sagen: ,,Manchmal muss man Geld zum Fenster raus schmeissen, damit es zur Haustüre wieder hineingeflogen kommt!"

KnightLancelot (erste Bewertung)


Ein Musical für "Liebhaber" - aber nicht für die Masse

09.10.2016 - Nach meiner Rückkunft aus Wien und 3 Besuchen bei "SCHIKANEDER" im Raimund-Theater bin ich sehr angetan von der neuen Produktion der VBW - meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Nachdem ich die SChikaneder-Biografie gelesen hatte, war ich total gespannt wie das Thema nun in Wien umgesetzt werden würde - und ich wurde absolut nicht enttäuscht..

Alle wichtigen historischen Charaktere kamen vor und man hat auch die "blasseren" und geschichtlich nicht sehr gut dokumentierten Charaktere u.a. Leonore super gut vergrößert und erweitert - so dass man nun auch sagen kann: Ohne die Frau Leonore wäre Schikaneder nie das gelungen was ihm gelungen ist - das Theater zu revolutionieren...

Die Namen der Akteuere versprechen viel - allein wegen Stephen Schwartz und Trevor Nunn kann man ein handwerklich gutes Musical erwarten und man wird da auch nicht enttäuscht (diejenigen, die musikalisch allerdings ein zweites "WICKED" erwarten - für die kann ich nur sagen - "Schikaneder" ist da leider für euch nix")..

Die Musik ist ungewohnt für ein Musical sehr, sehr anspruchsvoll und wirklich toll komponiert - man fühlt sich von der ersten Minute an ins 18. Jahrhundert hineinkatapultiert und das macht es auch aus - für Geschichtsfreunde wie für mich Traumabende - die Musik wirkt mit jedem Musik immer mehr und nach dem 3. Mal hat man so einige Songs im Ohr die man so schnell nicht mehr vergisst - natürlich das schon sehr bekannte "Träum groß" - das immer wieder im Stück "wiederholt" wird - aber auch "So viel Fische im Meer", "Mein Lied", "So jemand wie Du", "Glücklich", "Irgendwas fehlt" prägen sich ein und sind einfach tolle Songs..

Für mich waren die Abende auch nicht zu lange - sie waren wunderschön und ich fand die gesanglichen und schauspielerischen Qualitäten grandios und wie man die Geschichte vorantreibt - das hat auch was mit dem tollen historischen Bühnenbild zu tun (Das alte Theater an der Wien - Theater im Theater und die vielen, vielen Kerzen die im Bühnenbild verwandt wurden) - auch die absolut historisch verarbeitenden Kostüme sind ein Abbild des 18. Jahrhunderts und super passend - es stimmt einfach alles und das mach dieses Werk zu einem schönen "Kleinod" unter den anderen Musicals...

Grandiose Darbietungen der Cast - allen voran Mark Seibert und vor allem auch Milica Jovanovic, die fast ständig auf der Bühne steht und ihren "Mann" steht - toll wie man diese Frau dargestellt hat Gänsehautfeeling bei ihrem Schlusssong aber auch im Duett mit Johann Friedel (Florian Peters) harmonieren die Stimmen sehr, sehr gut...

Die restliche Cast einfach glänzend aufgelegt - alle spielen toll und machen die Abende zu einem rundherum positiven Erlebnis..

Auch die Tontechnik funktioniert diesmal - was wohl daran liegen könnte, dass es ein "klassisches Orchester" ohne die sonst typischen Musical-Instrumente ist und daher die sonst oftmals blechernden Töne von Schlagzeug und Co nicht auftreten...

Auch das Sprach- und Gesangsverständnis ist sehr gross..

Jedem Musical-Liebhaber kann ich den Besuch bei "SCHIKANEDER" empfehlen - wer allerdings ein "Pop-Musical" erwartet, wird hier sehr enttäuscht sein, dass ist es nicht -

auch deswegen ist das Stück eher für den Wiener-Kreis und den exquisiten Musical-Kenner gemacht und wird wahrscheinlich nach der Wiener Spielzeit, die bis 30.06.2017 geht im deutschsprachigen Raum nicht mehr zu sehen sein - also kein Musical für die "MASSE" sondern für die "KLASSE"!

Maxim (32 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


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A-1060 Wien
+43 1 58885
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(hh)

Buch

Komposition

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Ein internationales Kreativ-Team bringt das Leben der Schikaneders in Form eines Opern-Musicals zur Uraufführung. Die Umsetzung in Anlehnung an "Die Zauberflöte" überzeugt nur teilweise.

10.10.2016

 Leserbewertung
(5 Leser)


Ø 3.40 Sterne

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